1951
in Saarbrücken geboren; Studium Grafik-Design (Diplom), Kunstgeschichte
und Soziologie (1970-76). Seit 1976 lebe ich in Berlin. Seit 1984 bin
ich als freischaffende Künstlerin tätig und widme mich seit 1988 ausschließlich
der freien Kunst.
Die
Malerei ist Schwerpunkt meiner künstlerischen Auseinandersetzung.
Daneben interessieren mich experimentelle Zeichnung, Fotografie und zu
besonderen Anlässen immer wieder auch "Lichtmalerei" als
Ausdrucksmittel, das ich 2002 im Rahmen eines multimedialen Kunstprojektes
für mich entdeckt habe. Seither ist mir die Zusammenarbeit mit Performance-Künstler/innen
(zeitgenössische Musik / zeitgenössischer Tanz) für den
künstlerischen Dialog ebenso wichtig.
Es
kommt mir bei meiner Arbeit nicht auf die genaue Wiedergabe von Wirklichkeit
an, sondern vielmehr auf das Gefühl, den Ausdruck von dem, was wir
"Wirklichkeit" nennen. So bewege ich mich zwischen abstrakten
und konkreten Bildwelten, denen ich die eigene Aufmerksamkeit und Sensibilität
für alles, was alltäglich um mich her geschieht zugrunde lege.
Dazu gehört auch, dass ich die aktuellen Geschehnisse in der Welt
mit offenen Augen und Ohren verfolge und in die Kunst mit einbeziehe.
Hierbei habe ich mich schon sehr früh für eine atmosphärische
Erzählweise bei der Umsetzung meiner Gedanken und Gefühle entschieden.
Schon
vor vielen Jahren entdeckte ich meine künstlerischen Entfaltungsmöglichkeiten
in der Collage, insbesondere im ganzflächigen Collagieren von Papier
oder Fotografien auf Leinwand. Indem ich collagierte Zeitungsfotos als
Malgrund meiner Leinwände verwende, schenke ich – während
dieser ersten Entstehungsphase – meine volle Aufmerksamkeit den
Helldunkelwerten und Strukturen. Sie inspirieren mich, sind Input für
den gesamten Bildaufbau. Fotografien von mir wichtigem Inhalt entstammen
in der Regel dem eigenen Fundus und werden unter entsprechendem Blickwinkel
in die Gesamtkomposition eingearbeitet.
Längere
Aufenthalte in Lateinamerika und Asien haben immer wieder meine Malerei
beeinflusst. Sie wird von den wechselnden Lebens- und Denkweisen der verschiedenen
Kulturen geprägt.
Die Begegnung mit dem "Fremden", dem "Andersartigen",
machte ich über einen längeren Zeitraum zum Inhalt meiner Arbeit.
Meine gleichzeitige Faszination für Metropolen und einfache Natur-Landschaften
dient mir immer wieder als Grundlage intensiver Überlegungen und
künstlerischer Auseinandersetzungen zum Thema Mensch-Natur-Umwelt.
Meine
Arbeiten handeln von der Vision (wert-)freier Räume, in denen eigene
Zuversicht und Stärke gedeihen können und geistig-emotionale
Toleranz unser Denken und Handeln bestimmen. Diese freien Räume sind
in meinen Arbeiten in Gestalt von abstrakten Raumgebilden oder Landschaften
zu finden.
Die Natur ist mein großes, immer wiederkehrendes Thema. In ihr sehe
ich eine Metapher für das Wechselspiel von Innen und Außen,
vom Werden und Vergehen in seiner Unbegrenztheit. Auch die menschliche
Figur binde ich hier und da sichtbar in den Naturgedanken ein.
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